Ein Geräusch, das wie ein leises Flattern klingt, ist zu vernehmen. Flack, flack, flack. In Windeseile reihen sich diese Flatterklänge aneinander. Gemurmel und Raunen mischen sich dazwischen. Nun, so hört es sich an, wenn die Seniorenskatspieler beim Roten Kreuz bei den monatlichen Turnieren reizen, stechen und trumpfen.

„Skat ist kein Trendspiel. Da muss man wirklich Spaß dran haben“, erklärt Organisator Eberhard Schöllmann vom örtlichen Rotkreuzverband. Außerdem zählt für den leidenschaftlichen Kartenspieler auch ein wenig der Wettkampf. „Ich liebe die Skatnachmittage beim Roten Kreuz in Aichwald. Man kommt mit unterschiedlichen Personen zusammen, erzählt sich Alltagsdinge und bekommt auch Ratschläge, gerade das ist doch so interessant! Nicht alleine zu Hause zu sein sondern mit anderen Menschen zusammen spielen.“ Das Kartenspiel, das man zu dritt spielt, ist sehr persönlich. Man sitzt seinem Gegner direkt gegenüber und lernt ihn kennen."

Seltsame Sätze werden im Saal des DRK-Zentrums in Schanbach jeden zweiten Donnerstag deshalb auch wieder erklingen: "18 - ja, 20 - ja, zwo, drei, vier?" oder "Mit Dreien spielt vier, Schneider fünf, Hand sechs." An den Tischen wird dann wieder kräftig gereizt, gezählt und Punkte aufgeschrieben, denn es treffen sich wieder die Freunde des Seniorenskats, um im DRK-Zentrum den abendlichen „Skatkönig“ zu ermitteln.

Man kann selbst sein Glück mit den Karten versuchen oder besser gesagt, sein Können beim Skat unter Beweis stellen. Denn Skat ist kein reines Glückspiel, wie Rotkreuzler wissen: "Natürlich kommt es auch auf die Karten an, die man bekommt, aber am wichtigsten ist es, dass man aus den Karten etwas macht. Gute Spieler kommen auch mit schlechten Blättern zurecht." Eberhard Schöllmann hofft beim nächsten Turnier unter DRK-Regie auf zahlreiche neue Skatfreunde im Seniorenalter. In den knapp drei Stunden, in denen Skat dann gespielt wird, sitzen die Spieler an Vierertischen, reihum setzt ein Spieler aus. Währenddessen trinken oder essen die einen etwas, die anderen schauen gebannt dem Spiel zu. Zwischendurch werden nach abgeschlossenen Runden die Plätze gewechselt.

"Wir würden uns freuen, mehr Skatspieler in Aichwald mit diesem Angebot zu erreichen" sagt Schöllmann.

Um bei den Skatnachmittagen mitzumachen, muss man kein Mitglied im Roten Kreuz sein. Informationen erhalten Sie direkt bei Eberhard Schöllmann.