DRK-Bereitschaft Aichwald erhält Zuschlag für den neuen Notfallkrankenwagen des Landes

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Das Innenministerium Baden-Württemberg und das Landratsamt Esslingen haben dem Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Esslingen e. V., für den Katastrophenschutz im Land einen Notfall-Krankentransportwagen (KTW) Typ B(1) des Landes zugewiesen.

Das neue Einsatzfahrzeug für den Bevölkerungsschutz wurde nach Rücksprache mit der Kreisbereitschaftsleitung und dem Zugführer der Einsatzeinheit 2, Martin Kuhn, der Aichwalder Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuz übergeben.

Das rund 80 000 Euro teure neue Fahrzeug wurde speziell für den Katastrophenschutz bzw. den Zivilschutz entwickelt. „Die Besonderheit des Notfall-Krankentransportwagen Typ B ist die Ausstattung mit zwei Patiententragen“, erklärte der Aichwalder Bereitschaftsleiter Peter Pfleiderer.

Die Aichwalder DRK-Einsatzkräfte freuen sich über das neue Fahrzeug. „Hieran kann man sehen, dass wir als kleine Bereitschaft doch über einen sehr guten Ruf beim DRK-Kreisverband Esslingen und beim Landratsamt verfügen“ freut sich Pfleiderer.

Das neue Einsatzfahrzeug für den Bevölkerungsschutz bekommt die Bereitschaft kostenlos vom Land gestellt. Pfleiderer: „Auch für die laufenden Kosten bekommen wir eine jährliche Kostenpauschale!“

Das Rettungsfahrzeug kommt als Ersatz für den nun 26 Jahre alten 4-Trage Krankenwagen des Bundes. Dieses Einsatzfahrzeug steht schon seit mehreren Jahren beim Aichwalder Roten Kreuz und wird von den ehrenamtlichen Einsatzkräften liebevoll „Horscht“ genannt. „Auch wenn unser altes Fahrzeug sicherlich jetzt an seine Grenzen stößt so hat es uns im Einsatzfall noch nie im Stich gelassen. Ein bisschen Wehmut kommt schon auf“ gibt Pfleiderer zu.

Die Besonderheit beim 4-Trage Krankenwagen ist, wie der Name schon sagt, dass vier verletzte Personen gleichzeitig transportiert werden können. „Dieses Konzept ist seit der Neuordnung des Katastrophenschutzes Im Jahre 2008 verworfen worden. In den sogenannten Task Forces des Bundes kommen nur noch die neuen Notfall-Krankenwagen mit zwei Tragen zum Einsatz“, erläutert Pressesprecher Sascha Heidenreich. Der 4-Trage Krankenwagen wird am Ende des Jahres an den Bund zurückgegeben und verkauft.

Das neue bundeseinheitliche Fahrzeug ist für den Transport und die Erstversorgung von zwei Verletzten oder Erkrankten gedacht. Der Notfall-KTW führt die Sanitätsausstattung nach EN 1789 mit: Fahrtrage Stollenwerk inklusive Nottrage, Schaufeltrage, Vakuummatratze und Krankentragestuhl sowie spezielle Katastrophenschutzausrüstung. Weiterhin befindet sich ein pneumatisch gedämpfter Ambulanztisch an Bord. Die zweite Trage ist seitlich verstaut und kann bei Bedarf einfach heruntergeklappt werden.

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Daneben verfügt der Notfall-KTW über einen Trennwandschrank mit Apothekerauszug, ein Medikamentenfach, eine Thermobox, einen Schrank für Notfallrucksäcke inklusive Handwaschgelegenheit. Hinten links befindet sich ein Hochschrank für Sauerstoff, zusätzlich sind Halterungen für die mitgeführte Vakuummatratze, Schaufeltrage und den Krankentragestuhl vorhanden. Im Aufbau können – sofern nur eine Krankentrage in Verwendung – zwei Begleitersitze besetzt werden. Die Decke ist mit einem Infusionshalter versehen.

Im Patientenraum besteht die Möglichkeit medizintechnische Geräte nach DIN EN 1789, wie zum Beispiel EKG oder Defibrillator, anzuschließen. „Theoretisch ist der Notfall-KTW Typ B ein RTW, wenn das entsprechende medizinische Gerät mitgeführt wird“, bringt es Heidenreich auf den Punkt.

Der Bund und das Land legten bei der Beschaffung großen Wert auf den täglichen Nutzen für die Hilfsorganisation. Hintergrund ist ein neues Ausstattungs- und Gefahrenabwehrkonzept des Bundes und der Länder. Insgesamt sollen 488 Notfall-KTW an die Länder übergeben werden, davon alleine 230 bis Ende 2010. Die Länder ihrerseits verteilen nach einem bestimmten Schlüssel auf die Regierungsbezirke, die es dann an einzelne Einheiten weitergeben. Ein Notfall-KTW ist nun beim Aichwalder Roten Kreuz stationiert und rückt von dort zu Einsätzen aus.

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Foto: Sascha Heidenreich und Peter Pfleiderer von der DRK-Bereitschaft Aichwald vor dem neuen Notfallkrankenwagen (N-KTW) des Landes.

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