DRK-Aichwald weiht neues Rettungsfahrzeug ein

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Aichwald (drk) Die Anforderungen an das professionelle Rettungswesen wirken sich auch immer mehr auf die ehrenamtlichen Helfer des DRK aus. Davon konnten sich die Bürger bei der Fahrzeugeinweihung des „Helfer-vor-Ort Aichwald“ ein Bild machen. Der Verein zählt 50 aktive Helferinnen und Helfer, an der Spitze stehen Vorsitzender Wolfgang Rommel und Bereitschaftsleiter Peter Pfleiderer. Die Bereitschaft ist mit rund 30 Einsatzkräften die größte Gliederung innerhalb des Ortsvereins. Um 14 Uhr öffnete das Rote Kreuz seine Pforten und begrüßte die Besucher mit einem kostenlosen Sektempfang. Trotz des regnerischen und kalten Wetters fanden über 200 Gäste den Weg ins Rotkreuz-Zentrum Aichwald.

„Mit diesem großen Andrang und dem Interesse der Bürger an ihrem Roten Kreuz und dem Helfer-vor-Ort hätten wir nicht gerechnet“, gestand Rommel.

Das Rote Kreuz präsentierte in der Fahrzeughalle das neu beschaffte Einsatzfahrzeug für den Helfer-vor-Ort in Aichwald. Die Besucher konnten sich ein Bild von der medizinischen und taktischen Ausrüstung der professionellen Erstretter machen. Der Helfer-vor-Ort in Aichwald wird bei einem medizinischen Notfall im Gemeindegebiet zeitgleich mit dem Rettungsdienst alarmiert. Aufgrund der Stationierung des Fahrzeugs bei den ehrenamtlichen Einsatzkräften in Aichwald, hat der Helfer-vor-Ort einen ca. 5-minütigen Zeitvorteil zum ersteintreffenden Rettungsfahrzeug. „In diesen fünf Minuten können wir lebensrettende Erstmaßnahmen, wie eine Reanimation oder Defibrillation, durchführen und somit das Leben des Patienten retten“ führt der Aichwalder Leiter der Notfallrettungsgruppe, Sascha Heidenreich, aus.

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Leider stand das Rote Kreuz am Ende des vergangenen Jahres vor einer großen Entscheidung und eine damit verbundenen Herausforderung. Das ehemalige Einsatzfahrzeug der Erstretter, ein 14-Jahre alter Opel Frontera, konnte nicht mehr unterhalten werden. Des Weiteren fehlte bei diesem Fahrzeug die komplette Sicherheitsausstattung, wie ABS, Airbags oder ESP. Um den Helfer-vor-Ort trotzdem weiterführen zu können wurde eine große Spendenaktion ins Leben gerufen. „Seit dem Ruf um Unterstützung für den Helfer-vor-Ort kamen über 20 000 Euro zusammen“ freut sich Heidenreich.

Hierdurch konnte ein Suzuki Grand Vitara mit permanenten Allradantrieb und modernster Sicherheitsausrüstung beim Autohaus Schöttle erworben werden. Das Fahrzeug verfügt ebenso über die modernste Sondersignalanlage die es zurzeit auf dem Markt gibt. LED-Blaulichter auf dem Dach und in der Frontschürze strahlen ein sehr helles Licht ab. Die Aichwalder Einsatzkräfte werden somit viel früher von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt. Laut Heidenreich trägt dies wesentlich zur Sicherheit der Einsatzkräfte bei.

In einer kleinen Rede, die doch wieder größer ausfiel als geplant, bedankte sich Rommel bei allen Bürgerinnen und Bürgern aus Aichwald, den Gewerbetreibenden und den Vereinen für die vielen eingegangenen Spenden. Rommel betonte, dass das Rote Kreuz für diesen Dienst keinerlei Unterstützung der Krankenkassen bzw. der öffentlichen Hand erhält. Alle Kosten werden rein durch Spendengelder getragen. Das neue Fahrzeug konnte nur mit großer Unterstützung des Aichwalder Suzuki-Autohaus SCHÖTTLE erworben werden. „Ohne die finanzielle Unterstützung von Wolfgang Schöttle und seinem Team hätte das Fahrzeug nie den Weg in unserer Hallen gefunden“ gibt Rommel an. Weiterhin bedankte sich Rommel bei den Vertretern der Suzuki International Europe GmbH für den monetären Beitrag des Automobilherstellers für diese lebensrettende Einrichtung.

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Auch Bürgermeister Nicolas Fink und einige Gemeinderäte ließen es sich nicht nehmen bei den Lebensrettern vorbeizuschauen. Nicolas Fink hatte auch zwei Geschenke der Gemeinde zu überreichen. Zum einen wurde die Sicherheitsausrüstung, wie die Sondersignalanlage und der Einbau des Funkgerätes, durch die Gemeinde Aichwald mit einer Spende in Höhe von 5000 Euro unterstützt. „Diese zweckgebundene Spende für die Sicherheitsausrüstung des neuen lebensrettenden Einsatzfahrzeugs des Roten Kreuz soll als Unterstützung und Anerkennung der Gemeinde Aichwald für diesen Dienst verstanden werden. In der letzen Sitzung des Gemeinderates wurde diese Unterstützung von allen Fraktionen einstimmig beschlossen“ so Fink.

Des Weiteren wurden alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte mit dem Ehrenamtszertifikat der Gemeinde Aichwald und dem Vereinsring geehrt. Fink: „Wir wollen damit den jungen Menschen die Anerkennung der Gemeinde für ihren Dienst am Mitmenschen ausdrücken und auch die eine oder andere Bewerbungsmappe füllen.“

Diese öffentliche Würdigung und Wertschätzung der Gemeinde Aichwald durch Herrn Fink und dem Vorsitzenden des Vereinsrings Herrn Baumann freute die Ehrenamtlichen besonders.

Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten sich die Besucher bei Sekt, Kaffee und kleinen Häppchen die Arbeit des Roten Kreuz erklären lassen. So wurde neben dem Helfer-vor-Ort auch die anderen Fahrzeuge der Aichwalder Retter ausgestellt. Ebenso wurde anhand einer lebensechten Puppe die Frühdefibrillation erklärt.

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Das Deutsche Rote Kreuz in Aichwald hat viel zu bieten. Die kleinsten Rotkreuzler werden im Jugendrotkreuz spielerisch an die Idee des Helfens herangeführt. Die Bereitschaft betreut Feste und Veranstaltungen, bildet die Bevölkerung in Erster Hilfe aus, unterstützt den Rettungsdienst, führt Blutspendenaktionen durch, betreibt den Helfer-vor-Ort in Aichwald und ist aktiv im Katastrophenschutz Baden-Württemberg. „Bei all den vielen Aufgaben kommt natürlich der Spaß nicht zu kurz!“ betont Pfleiderer. Abgerundet werden die Leistungen mit Seniorentanz- und Gymnastik, dem bekannten Club 50+, einem Skatclub und dem Müttertreff.

Gegen 18 Uhr schlossen die Helfer wieder ihre Pforten. Rommel und Pfleiderer sind begeistert über das große Interesse der Bevölkerung an ihrem Roten Kreuz in Aichwald. „Wir hoffen, dass wir durch diesen Tag den einen oder anderen Bürger für unsere Idee gewinnen konnten. Ohne ehrenamtlich tätige Mitmenschen würde sehr vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren!“ erinnert Pfleiderer.

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